Berlin schaut hin: Die spannendsten Ausstellungen 2026
Von der Berlinischen Galerie bis zur Neuen Nationalgalerie wird 2026 ein vielversprechendes Jahr für Kunst in Deutschlands bunter Hauptstadt: In der Berlinischen Galerie sind 2026 gleich drei Highlights zu sehen: Marc Brandenburg zeigt seine umfassende Werkschau „20th Century Debris“, Jeewi Lee präsentiert als Preisträgerin des GASAG Kunstpreises neue ortsspezifische Installationen, und Lovis Corinth wird mit einer großen Monografie zur Berliner Moderne gewürdigt. Im Gropius Bau stehen Performances und Installationen von Marina Abramović und Christoph Schlingensief im Fokus, während die Neue Nationalgalerie die erste umfassende Werkschau von Constantin Brancusi in Deutschland seit über 50 Jahren präsentiert. Hier unser Überblick:
Berlinische Galerie, Berlin – Marc Brandenburg: 20th Century Debris (17. April – 14. September 2026, Berlin)
Der Berliner Multimediakünstler Marc Brandenburg (*1965) zählt zu den wichtigsten Zeichnern der Gegenwart. Seine Arbeiten verbinden Zeichnung, Collage, Installation, Video und Performance. Im Zentrum stehen detailreiche Bleistiftzeichnungen, die urbanes Leben in all seinen Facetten zeigen: Protestzüge, Konsumüberschuss, subkulturelle Szenen oder Prominente als Symbole der Popkultur. Brandenburg vermittelt nicht unbedingt eine Geschichte, sondern eine melancholisch-dichte Stimmung, die subtil auf gesellschaftliche Krisen verweist. Die umfassende Werkschau in der Berlinischen Galerie präsentiert rund 150 Kunstwerke, darunter frühe Zeichnungen aus den 1990ern, Videos, Tattoo-Bögen und Fotografien.
Berlinische Galerie, Berlin – Jeewi Lee: GASAG Kunstpreis 2026 (11. September 2026 – 5. April 2027, Berlin)
Die koreanisch-deutsche Künstlerin Jeewi Lee (*1987) realisiert eine ortsspezifische Präsentation im Rahmen der Berlin Art Week. Ihre Arbeiten verschmelzen wissenschaftliche Materialanalyse, taoistische Philosophie und individuelle Mythologie zu poetischen, meditativen Bildwelten. Lee verwendet oft einfache, scheinbar wertlose Materialien, in denen sich Zeit und Vergänglichkeit als Spuren eingeschrieben haben. Die Ausstellung zeigt neue Kunstwerke, die Reflektionen über Erinnerung, Transformation und die Ästhetik des Alltäglichen ermöglichen.
Berlinische Galerie, Berlin – Lovis Corinth: Dann kam Berlin! (9. Oktober 2026 – 25. Januar 2027, Berlin)
Lovis Corinth (1858–1925) gehört zu den Schlüsselfiguren der Berliner Moderne. Die Ausstellung beleuchtet seine steile Karriere, seinen Einfluss auf die Berliner Kunstszene sowie weniger bekannte Aspekte seines Schaffens: die Mal- und Kunstschule, sein Engagement am Berliner Theater und die Ausbildung von Frauen. Corinths expressiver Umgang mit Farbe und Pinsel prägt die Moderne bis heute. Rund 130 ausgewählte Kunstwerke der Berlinischen Galerie zeigen sowohl Hauptwerke als auch selten gezeigte Gemälde und Zeichnungen.
Gropius Bau, Berlin – Marina Abramović: Balkan Erotic Epic. The Exhibition (15. April – 23. August 2026, Berlin)
Marina Abramović (*1946) präsentiert ihre Ausstellung „Balkan Erotic Epic“ mit filmischen, skulpturalen und performativen Arbeiten. Im Zentrum stehen Rituale, Erotik, Tod und der Körper als Ort politischen Widerstands. Die Performances verbinden persönliche Ausdauerakte mit transformierten Ritualen, in denen der erotische Körper spirituelle, politische und ökologische Bedeutung trägt. Die Schau bildet den Auftakt zu Abramovićs 75-jährigem Jubiläum, gefolgt von einer mehrstündigen Bühnenproduktion im Haus der Berliner Festspiele im Oktober 2026.
Gropius Bau, Berlin – Christoph Schlingensief: ES IST NICHT MEHR MEIN PROBLEM, MACHT EURE SCHEISSE ALLEINE (AT) (9. Oktober 2026 – 17. Januar 2027, Berlin)
Die Ausstellung widmet sich dem visionären Werk Christoph Schlingensiefs (1960–2010) und beleuchtet die Schnittstellen von politischem Aktionismus, Theater und Performancekunst. Statt einer klassischen Retrospektive werden zentrale Werkkomplexe in Dialog gesetzt, die Besucher aktiv einbeziehen. Schlingensiefs Praxis ist geprägt von der ständigen Bewegung zwischen Fragen, Zweifeln und Scheitern – ein Prinzip, das auch die Ausstellung reflektiert.
Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin – Shilpa Gupta (27. März 2026 – 3. Januar 2027, Berlin)
Die indische Künstlerin Shilpa Gupta (*1976) thematisiert in ihrer Einzelausstellung Sprache, Macht und Kontrolle. Ausgangspunkt ist das monumentale Kunstwerk „TRUTH“, das die Mechanismen von Wahrheit reflektiert. Ergänzt durch weitere Arbeiten wird die Ausstellung im Dialog mit der Joseph Beuys-Sammlung präsentiert. Guptas Arbeiten verbinden Installation, Skulptur, Video und Performance und zeigen die soziale Struktur und gemeinsame Geschichten der Gesellschaft.
Neue Nationalgalerie, Berlin – Brancusi (20. März – 9. August 2026, Berlin)
Brancusi (1876–1957) gilt als Wegbereiter der modernen Skulptur. Die Ausstellung zeigt über 150 Kunstwerke, darunter Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen und Filme, sowie eine Teilrekonstruktion seines Ateliers. Durch Licht, Perspektive und Sockelinszenierungen werden Brancusis reduzierte, organische Formen zum Erlebnis. Für Deutschland ist dies die erste umfassende Werkschau seit über 50 Jahren und ermöglicht einen einzigartigen Einblick in sein Schaffen.
2026 wird ein spannendes Kunstjahr in Berlin, Deutschland, mit herausragenden Ausstellungen und vielen kanonischen Kunstwerken. Damit alle Kunstwerke zwischen Galerien, Museen und Sammlern sicher an ihren Bestimmungsort gelangen, bietet Moviiu eine zuverlässige Lösung für den Kunsttransport. Sie schützt die Kunstwerke während des Transports und erleichtert die Organisation, sodass sich alle Beteiligten ganz auf die Präsentation und das Erlebnis der Kunst konzentrieren können.
| Ort | Ausstellung | Daten | Künstler |
| Neue Nationalgalerie, Berlin | Brancusi | 20. März – 9. August 2026 | Constantin Brancusi (1876–1957) |
| Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin | Shilpa Gupta | 27. März 2026 – 3. Januar 2027 | Shilpa Gupta (*1976) |
| Gropius Bau, Berlin | Marina Abramović: Balkan Erotic Epic. The Exhibition | 15. April – 23. August 2026 | Marina Abramović (*1946) |
| Berlinische Galerie, Berlin | Marc Brandenburg: 20th Century Debris | 17. April – 14. September 2026 | Marc Brandenburg (*1965) |
| Berlinische Galerie, Berlin | Jeewi Lee: GASAG Kunstpreis 2026 | 11. September 2026 – 5. April 2027 | Jeewi Lee (*1987) |
| Berlinische Galerie, Berlin | Lovis Corinth: Dann kam Berlin! | 9. Oktober 2026 – 25. Januar 2027 | Lovis Corinth (1858–1925) |
| Gropius Bau, Berlin | Christoph Schlingensief: ES IST NICHT MEHR MEIN PROBLEM, MACHT EURE SCHEISSE ALLEINE (AT) | 9. Oktober 2026 – 17. Januar 2027 | Christoph Schlingensief (1960–2010) |
Photo credits:
Constantin Brancusi, La Muse endormie, 1910, Bronze, Foto: Centre Pompidou, MNAM-CCI/Philippe Migeat/Dist. GrandPalaisRmn,
© Succession Brancusi – All rights reserved / VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Constantin Brancusi, Selbstportrait im Atelier, um 1934, Foto: Centre Pompidou, MNAM-CCI/Dist. GrandPalaisRmn,
© Succession Brancusi – All rights reserved / VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Marc Brandenburg, Ohne Titel, 2024 (Ausschnitt), Courtesy Galerie Thaddaeus Ropac, © Photo: CHROMA, André Carvalho
Shilpa Gupta, TRUTH, 2022 – 2025, installation, overall dimensions: 400 x 1450 x 800 cm
© Shilpa Gupta, courtesy the artist and Galleria Continua, photo: Ela Bialkowska, OKNOstudio
Shilpa Gupta, Untitled, 2017-2018, polymer resin, wood, 134.5 x 84 x 92 cm
© Shilpa Gupta, courtesy the artist, photo: Pat Verbruggen



