Kunstkalender Österreich 2026. Ausstellungen & Kunstevents von Wien bis Bregenz

Von Wien bis Bregenz spannt sich 2026 ein dichtes Netz hochkarätiger Ausstellungen: Marina Abramović kehrt mit einer großen Retrospektive zurück, Anni Albers wird erstmals umfassend in Österreich gezeigt, während Künstlerinnen wie Mire Lee, Marianna Simnett und Sandra Mujinga mit neuen Installationen und Performances zentrale Institutionen prägen. Ergänzt wird das Ausstellungsjahr durch wichtige Kunstmessen und Festivals, die nationale und internationale Kunstszenen zusammenbringen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Ausstellung 2026 in Österreich:
Kunsthaus Bregenz – Cyprien Gaillard (13. Juni – 4. Oktober 2026, Bregenz)
Die Ausstellung des französischen Künstlers Cyprien Gaillard im Kunsthaus Bregenz ist definitiv ein Höhepunkt des Jahres. Gaillards Arbeiten verknüpfen Film, Skulptur, Architektur, Fotografie und Sound und loten das fragile Gleichgewicht zwischen urbaner Geschichte und sozialer Dynamik aus. In Bregenz entwickelt er für die architektonisch klare Struktur des Hauses neue filmische Arbeiten und skulpturale Interventionen. Sie beschäftigen sich mit sogenannten „Deterrents“ – räumlichen Strategien, die Kontrolle, Verdrängung oder Regulierung im öffentlichen Raum sichtbar machen. Gaillards Kunstwerke schaffen so einen intensiven Dialog zwischen Wahrnehmung, Machtstrukturen und der räumlichen Erfahrung des Betrachters*innen.
KUB Projekt Bregenz – Florentina Holzinger: Étude (August 2026, Bregenz)
Die österreichische Performance Künstlerin Florentina Holzinger entwickelt ein ortsspezifisches Projekt für die sommerlichen Seeanlagen in Bregenz. In ihrer Performance Praxis spielen körperliche Präsenz, Grenzerfahrungen und choreographierte Bewegungen eine zentrale Rolle. Die „Étude“ verbindet Landschaft, Wasser, Raum und Bewegung zu einem immersiven Erlebnis, das traditionelle Grenzen zwischen Publikum und Kunstwerk aufbricht und Natur zur aktiven Projektionsfläche künstlerischer Erfahrung macht.
Wiener Secession – Marianna Simnett (6. März – 24. Mai 2026, Wien)
Die britisch-kroatische Künstlerin Marianna Simnett präsentiert in der Secession eine größere Einzelausstellung, die mehrere Medien – Film, Klang, Skulptur und Installation – zusammenbringt. Simnetts Praxis ist geprägt von einer radikalen Auseinandersetzung mit Körperlichkeit, Verletzlichkeit, Machtstrukturen und narrativen Identitäten. In ihren Arbeiten verwischen die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion, medizinischem Eingriff und ritueller Inszenierung. Mehrere Arbeiten der Schau basieren auf persönlichen und kollektiven Erfahrungen, darunter Bezüge zur Geschichte ihrer Familie und zu kulturellen Erzähltraditionen. Diese Ausstellung macht zentrale Fragestellungen der Gegenwartskunst sichtbar und lädt dazu ein, tief in die psychologisch intensiv aufgeladenen Räume ihrer Kunstwerke einzutauchen.
Wiener Secession – Mire Lee (12. Juni – 30. August 2026, Wien)
Die junge koreanische Künstlerin Mire Lee zeigt in der Secession ihre kinetischen Skulpturen und Installationen, die Bewegung, Materialität und körperliche Präsenz in den Mittelpunkt stellen. Lees Arbeiten bestehen häufig aus motorisierten, mechanischen Elementen und organischen Formen, die das Verhältnis zwischen Maschine und Körper neu denken und so das Publikum körperlich einbeziehen. Mit dieser Ausstellung beleuchtet Lee das Spannungsfeld zwischen Technologie, Körperlichkeit und Wahrnehmung.
https://secession.at/
https://secession.at/en/
Belvedere 21, Wien – Sandra Mujinga: Skin to Skin (29. Jänner – 31. Mai 2026, Wien)
Sandra Mujinga, eine der spannendsten Positionen der zeitgenössischen Kunst, verwandelt den Ausstellungsraum des Belvedere 21 in Wien in einen vibrierenden Erfahrungsraum. In „Skin to Skin“ verknüpft sie Licht, Sound, Spiegelungen und figurative Elemente zu immersiven Installationen, die Fragen der Identität, Sichtbarkeit und sozialer Interaktion thematisieren. Mujingas Kunstwerke wirken sowohl körperlich als auch konzeptuell intensiv und fordern die Besucher dazu auf, ihre eigenen Wahrnehmungsprozesse und sozialen Zuschreibungen zu reflektieren.
https://www.belvedere.at/en/sandra-mujinga
https://www.belvedere.at/sandra-mujinga
Belvedere, Wien – Anni Albers: Constructing Textiles (30. April – 16. August 2026, Wien)
Die umfassende Ausstellung zu Anni Albers im Unteren Belvedere zeigt die Künstlerin erstmals in Österreich in großer Tiefe. Albers, eine Schlüsselfigur der Bauhaus Bewegung und später am Black Mountain College, verband Handwerk, abstrakte Formensprache und theoretisches Denken zu neuartigen textilen Kunstwerken. Die Ausstellung beleuchtet ihr Schaffen von den frühen Bauhaus Experimenten bis zu großformatigen Webstrukturen und entwirft damit ein facettenreiches Bild über die Bedeutung des textilen Mediums in der modernen Kunstgeschichte.
https://www.belvedere.at/en/anni-albers
https://www.belvedere.at/press/anni-albers
Albertina Modern, Wien – Marina Abramović Retrospektive (10. Oktober 2025 – 1. März 2026, Wien)
Die ALBERTINA MODERN präsentiert die erste groß angelegte Retrospektive der Performance-Ikone Marina Abramović in Österreich. Über mehr als fünf Jahrzehnte hat Abramović den Körper als Medium und Grenzpunkt zwischen Kunstwerk, Performer und Publikum definiert. In dieser Ausstellung werden historische Performances, dokumentierte Werke und Reenactments gezeigt, die den performativen Charakter ihrer Praxis unterstreichen.
Albertina Modern, Wien – KAWS: Art & Comics (3. April – 27. September 2026, Wien)
Parallel zur Abramović Retrospektive zeigt die Albertina Modern die Ausstellung „KAWS – Art & Comics,“ in der der amerikanische Künstler klassische Kunstströmungen mit Popkultur, Comicästhetik und Alltagsbildern verknüpft. KAWS’ Arbeiten – von Skulpturen über Malerei bis zur Kunstwerken in öffentlichen Räumen – erzeugen eine Reflexion über Konsumgesellschaft, Identität und kulturelle Ikonographie. Die Ausstellung macht sichtbar, wie zeitgenössische Kunstwerke traditionelle Genregrenzen überschreiten und neue narrative Ebenen erschließen.
Leopold Museum, Wien – Gustave Courbet & Wien 1900 (19. Februar – 21. Juni 2026, Wien)
Das Leopold Museum widmet sich im Jubiläumsjahr 2026 einer umfassenden Retrospektive des französischen Realisten Gustave Courbet. Die Ausstellung versammelt rund 130 Gemälde und Zeichnungen, die Courbets radikale Positionen zwischen Realismus, Natur und Gesellschaft beleuchten. Parallel dazu bleiben langjährige Publikumslieblinge wie die Ausstellung „Wien 1900. Auf dem Weg in die Moderne“ ein zentraler Bezugspunkt für kunsthistorische Narrative, die Künstler wie Klimt und Schiele in einen breiteren Kontext zur Jahrhundertwende stellen.
https://www.leopoldmuseum.org/de
https://www.leopoldmuseum.org/en
https://www.leopoldmuseum.org/de/ausstellungen/107/wien-1900
https://www.leopoldmuseum.org/en/exhibitions/107/vienna-1900
https://www.leopoldmuseum.org/en/exhibitions/150/gustave-courbet
https://www.leopoldmuseum.org/de/ausstellungen/150/gustave-courbet
2026 verspricht ein ereignisreiches Kunstjahr in Österreich zu werden – von Wien bis Bregenz warten bedeutende Ausstellungen und Retrospektiven in Museen und Institutionen auf Besucher. Und damit diese Kunstwerke auch sicher zwischen Galerien, Künstlern, Leihgebern und Museen transportiert werden können, bietet Moviiu eine sichere und kostengünstige Lösung für den Kunsttransport. Sie schützt die Kunstwerke zuverlässig und erleichtert die logistische Organisation. So bleibt der Fokus dort, wo er hingehört: auf der Kunst selbst.
Photocredits:
Ulay / Marina Abramović | Breathing In, Breathing Out, April 1977 | Courtesy of the Marina Abramović Archives © Ulay/Marina Abramović. Courtesy of the Marina Abramović Archives / Bildrecht, Wien 2025
Sandra Mujinga, Touch Face 1–3, 2018, Installationsansicht, Poetry for Revolutions, Instituto Svizzero, Rom, 2023–24, Foto: Daniele Molajoli
Anni Albers, Knot, 1947. Foto: Tim Nighswander / Imaging4Art © 2025 The Josef and Anni Albers Foundation/ProLitteris, Zurich
