Kunstmessen & Kunstevents 2026 in Wien – ein Jahr der Zäsur

Es hätte ein starkes Jahr für internationale Kunstmessen in Wien werden können. Doch bereits zu Beginn des Jahres kam es zu mehreren prominenten Absagen, die den österreichischen Kunstmarkt 2026 spürbar verändern. Sowohl die SPARK Art Fair Vienna als auch die viennacontemporary finden dieses Jahr nicht statt, ebenso wurde die Art & Antique in Salzburg abgesagt. Die geballten Rückzüge markieren keinen Einzelfall, sondern verdichten Entwicklungen, die sich in den letzten Jahren bereits abgezeichnet haben.
SPARK Art Fair Vienna – strategische Pause statt Messebetrieb
Die SPARK Art Fair Vienna, die 2026 ihre fünfte Ausgabe geplant hatte, setzt ihre Messe kurzfristig aus und spricht offiziell von einer „strategischen Pause“. Das international beachtete Format, das konsequent auf Solo-Präsentationen setzte und zuletzt rund 89 Galerien aus etwa 19 Ländern versammelte, gilt in Fachkreisen weiterhin als eine der qualitativ profiliertesten Kunstmessen Europas.
Statt einer Messe kündigte das Organisationsteam einen breit angelegten Diskurs an, um den Kunst- und Messestandort Wien neu zu denken. Hinter der diplomatischen Wortwahl stehen jedoch auch wirtschaftliche Herausforderungen und eine spürbare Marktflaute – Probleme, die nicht nur Wien betreffen, sondern den internationalen Kunstmarkt insgesamt prägen.
viennacontemporary – strukturelle und finanzielle Brüche
Auch die viennacontemporary, Österreichs wichtigste internationale Kunstmesse, wurde für 2026 abgesagt. Anders als bei der SPARK klingt das Ende weniger nach Pause als nach strukturellem Einschnitt. Laut Aussagen der Geschäftsführung war die Messe in der bisherigen Form nicht mehr finanzierbar; steigende Kosten, der Rückzug zentraler Geldgeber sowie ungeklärte Eigentümer- und Markenfragen verschärften die Situation.
Trotz einzelner erfolgreicher Messeauftritte in den vergangenen Jahren – etwa mit neuem kuratorischem Ansatz – konnte das Format langfristig nicht stabilisiert werden. Für Wien bedeutet das einen deutlichen Verlust an internationaler Sichtbarkeit im Messekalender.
Art & Antique Salzburg – ein Traditionsformat endet
Auch außerhalb Wiens trifft es etablierte Formate: Die Art & Antique in Salzburg, traditionell zu Ostern angesetzt, findet nicht mehr statt. Hier standen weniger Marktfragen im Vordergrund als vielmehr die fehlende Genehmigung für die Nutzung der historischen Räumlichkeiten der Alten Residenz – Denkmalschutz und Welterbestatus machten eine Fortführung unmöglich.
Die Absagen treffen Wien und Österreich in einer Phase, in der sich der globale Kunstmarkt ohnehin neu sortiert: steigende Kosten, selektiveres Sammeln und eine Konzentration auf wenige große Leitmessen setzen kleinere und nationale Formate zunehmend unter Druck.
Gleichzeitig wird betont, dass diese Einschnitte nicht zwangsläufig das Ende bedeuten müssen. Für 2027 sind bereits Comebacks angekündigt – sowohl die SPARK Art Fair Vienna als auch die STAGE Bregenz wollen mit überarbeiteten Konzepten zurückkehren. Ob und wie neue, tragfähige Messemodelle entstehen, wird entscheidend dafür sein, wie Wien seine Rolle als Kunststandort künftig behaupten kann.
curated by – Galerienfestival Wien
Damit rückt 2026 vor allem ein Format in den Mittelpunkt: curated by, das Wiener Galerienfestival (Opening: 11.–13. September, Festival: 15. September – 17. Oktober 2026, Wien). Rund 20–25 Galerien laden internationale Kuratoren ein, eigenständige Ausstellungen unter einem gemeinsamen thematischen Dach zu entwickeln. Durch diesen Ansatz entstehen vielfältige thematische Fragestellungen und Kunstwerke entlang unterschiedlichster kuratorischer Konzepte. Ein Open Call im Januar 2026 bestimmt die teilnehmenden Galerien, bevor das Festival im Herbst mit dem Opening Weekend startet und über mehrere Wochen ein reiches Spektrum zeitgenössischer Positionen in Wien sichtbar macht. Gerade in einem Jahr ohne große Messeformate wird curated by mit seinem klaren Konzept und seiner kompakten Größe voraussichtlich zum wichtigsten Treffpunkt für Galerien, Sammler und Kuratoren in Österreich. Vor dem Hintergrund der Absagen anderer Formate könnte es zeigen, dass Kunstpräsentation und Marktaktivität auch jenseits klassischer Messemodelle erfolgreich funktionieren können.
Effizienter und kostengünstiger Kunsttransport mit Moviiu
Gerade in einem Jahr, in dem viele Messen und Formate kurzfristig abgesagt werden und der Kunstmarkt unter Druck steht, gewinnen effiziente und erschwingliche Lösungen für den Kunsttransport besonders an Bedeutung. Moviiu ermöglicht Galerien, Sammlern, Künstlern und Leihgebern, Kunstwerke sicher, zuverlässig und kosteneffizient zwischen Ausstellungsorten und Sammlern zu bewegen. So bleibt nicht nur der Schutz der Werke gewährleistet, sondern auch die logistische Organisation einfach und stressfrei – damit sich alle Beteiligten ganz auf das Wesentliche konzentrieren können: die Kunst selbst.
