Spezifische Verpackungen für den Transport von Kunstwerken

Welche spezifischen Verpackungen für den Transport meines Kunstwerks?

Generell gilt: Ein Kunstwerk muss während des Transports maximal geschützt werden, da bereits auf kurzen Strecken unvorhersehbare Ereignisse das Stück beschädigen können. Ob Feuchtigkeit, Stösse oder Erschütterungen – alle Eventualitäten müssen bedacht werden, um Risiken bestmöglich vorzubeugen. Daher sollten die Besonderheiten Ihrer Sendung genau analysiert werden, bevor Sie mit dem Verpacken beginnen, insbesondere:

  • die Art der zu versendenden Objekte,
  • die Transportwege (Strasse, See- oder Luftfracht),
  • der Bestimmungsort (national oder international).

In diesem Artikel behandeln wir drei Hauptpunkte, die Ihnen bei der Wahl Ihrer Verpackung helfen:

  • die verwendeten Verpackungstechniken
  • die Auswahl der Verpackungsmaterialien
  • die Anpassung der Verpackung an die Spezifität des Objekts

Die Verpackungstechniken

Die Technik der Weichverpackung (Tamponnage)

Als «Tamponnage» werden alle Formen von Schutz und Verpackung bezeichnet, die keine Holzkisten sind. Dies betrifft alle Schutzarten für Objekte, die von Hand bewegt werden können. In vielen Fällen ist diese Methode so effizient, dass sie völlig ausreicht. Es gibt zwei Arten der Weichverpackung:

  • Die einfache Weichverpackung besteht aus einer ersten Schutzschicht, die direkt mit dem Kunstwerk in Kontakt kommt. Sie schützt die Oberfläche vor Schmutz und Staub. Anschliessend kann eine flexible Zwischenschicht hinzugefügt werden, um Stösse, Vibrationen und eventuelle Temperaturschwankungen (Hitze, Feuchtigkeit usw.) abzufedern.
  • Die verstärkte Weichverpackung wird eingesetzt, um einen perfekten Rundumschutz des Kunstwerks zu gewährleisten. Die ursprüngliche Verpackung wird dabei durch eine äussere starre oder halbstarre Schicht verstärkt. Dies sorgt für zusätzliche Stabilität und eine bessere Handhabung des Objekts. Dies ist besonders bei grossen Transportobjekten sehr nützlich.

Häufig spricht man bei der verstärkten Weichverpackung auch von der «Drei-Schichten-Technik».

Bei Langstreckentransporten benötigen einige Objekte zusätzlichen Schutz, wie z. B. Schaumstoffpolsterungen. Diese sind besonders wirksam, um empfindliche Werke vor Transportvibrationen zu schützen.

Der Fall sehr zerbrechlicher Werke

Hier denken wir natürlich an filigrane Arbeiten oder Werke mit Glaselementen. Eine spezifische und vorsichtige Verpackung ist dringend ratsam. In diesem Zusammenhang können Sie Ihr Werk vorverpacken oder das Glas mit Luftpolsterfolie (Bullkraft) abdecken. Zusätzlich sollten die Ecken mit Schaumstoff geschützt werden, bevor das Werk vollständig im gewählten Behälter verpackt wird. Wir empfehlen, den Schutz im Zweifelsfall zu verdoppeln oder zu verdreifachen und unbedingt ein «FRAGILE»-Etikett auf der Aussenverpackung anzubringen.

zerbrechlichDie Materialwahl

Die richtige Wahl der Materialien, die direkt oder indirekt mit dem Kunstwerk in Berührung kommen, ist entscheidend für einen optimalen Schutz. Es ist wichtig, Materialien zu wählen, die keine giftigen chemischen Ausdünstungen haben und über eine zertifizierte Rückverfolgbarkeit verfügen.

Synthetische Materialien

Synthetisch bedeutet nicht zwangsläufig giftig, sondern lediglich, dass das Material durch chemische Prozesse vom Menschen hergestellt wurde. Die meisten Verpackungen im Kunsttransport basieren auf solchen Verfahren. Zu den gebräuchlichsten synthetischen Materialien gehören:

  • Tyvek: Ein sehr vielseitiges Material, das oft für den direkten Kontakt mit Werken genutzt wird. Es besteht zu 100 % aus Polyethylenfasern, ist extrem reissfest, atmungsaktiv und vollständig recycelbar.
  • Dann gibt es Bondina: Ein Vliesstoff aus 100 % Polyester, ideal für den Kontakt mit Pastell- und Kohlezeichnungen, Textilien, Leder, Metallen sowie Gemälden und Objekten.
  • Melinex: Besteht aus Polyester, ist chemisch neutral und sehr feuchtigkeitsbeständig. Da es transparent ist, wird es häufig zum Einwickeln von Gemälden verwendet.
  • Ecolokraft: Ein doppelt schützendes Luftpolsterpapier (Bullkraft), das oft als zweite Verpackungsschicht für Gemälde oder Möbel dient. Es kombiniert die schockabsorbierenden Eigenschaften einer verstärkten Luftpolsterfolie mit der Festigkeit von Kraftpapier.

Natürliche Materialien

Die bekannteste natürliche Verpackung ist zweifellos Seidenpapier. Es ist ideal zum Schutz einer Vielzahl verschiedener Objekttypen geeignet. Es wird aus Maulbeerbaumfasern hergestellt und wird zum Beispiel oft zum Verpacken von Manuskripten verwendet.

Auch Kisten aus Holz und Karton sind aufgrund ihrer natürlichen Zusammensetzung und hohen Widerstandsfähigkeit sehr beliebt. Für eine kostengünstigere Lösung bietet sich das Softpack an, eine Alternative zur Holzkiste. Dies ist ein flexibler Schutz, meist aus Karton, der preiswerter als eine Kiste ist. Dennoch sollte im Inneren ein Schutz aus synthetischen Materialien wie Schaumstoff vorgesehen werden.

Schaumstoffe

  • Polyurethan-Schaum (PU): Ein Polymer-Kunststoff, der zur Fixierung zwischen zwei Werken, zur Auskleidung von Kisten oder zum Schutz verschiedener Objekte dient.
  • Polyethylen-Schaum (PE): Hergestellt aus Ethylen-Polymer. Er wird für seine vibrationshemmenden Eigenschaften geschätzt und oft zur Auskleidung von Kisten für schwere und voluminöse Kunstwerke verwendet.

KartonboxAnpassung der Verpackung an die Art des Objekts

Es ist unerlässlich, die Verpackung an die Beschaffenheit des zu versendenden Kunstwerks anzupassen. Je nach Produkt variiert die Art der Verpackung und bietet unterschiedliche Schutzvorteile.

Zum Beispiel können starre Bildträger wie Ölgemälde auf Leinwand (mit Keilrahmen), Öl auf Holztafeln usw. sowie gerahmte Werke und/oder Werke unter Glas (Aquarelle, Kohle, Zeichnungen …) in mit Schaumstoff ausgekleideten Kisten oder speziellen Schaumstoff-Einpassungskisten transportiert werden.

Andererseits lassen sich kleinere Objekte und Skulpturen leichter in Holz- oder Kartonboxen unterbringen, die im Inneren gepolstert sind. Vergessen Sie nicht, diese vorab mit einer schützenden Weichverpackung wie Seidenpapier und Luftpolsterpapier zu versehen.

Für besonders zerbrechliche Objekte kann eine Verpackung in einer «Schaumstoff-Ecrin-Kiste» erforderlich sein, um Schäden während des Transports zu vermeiden. Zögern Sie nicht, nach dem korrekten Verpacken ein «FRAGILE»-Etikett anzubringen.

Bei Möbeln und sehr voluminösen Objekten ist ebenfalls eine verstärkte Weichverpackung ratsam; anschliessend kann eine einfache grosse Kiste ausreichen, sofern die Ecken gut geschützt sind. Es wird empfohlen, Glas- oder Marmorplatten separat zu verpacken, um sie vertikal transportieren zu können, ebenfalls versehen mit einem «FRAGILE»-Etikett.

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Fotos von Roberto Sorin, Stephane YAICH, Kelli McClintock“`

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